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Der Handel mit exotischen Reptilien in Deutschland am Beispiel der Warane

Hintergrund

Die EU-Staaten und insbesondere Deutschland gehörenweltweit zu den Hauptabnehmerländern für exotischeReptilien. Das gilt im besonderen Maße für lebende Waraneder Familie Varanidae und daraus gefertigte Teile undProdukte, die durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) geschützt sind.
Die ca. 80 Arten gehören alle der Gattung Varanus an undbesiedeln eine Vielzahl unterschiedlicher Lebensräume inAfrika, Asien und Australien. Einige großwüchsige Artenwerden in großem Umfang für den internationalen Lederhandelund viele, v.a. asiatische Arten, für den Lebendtierhandelgenutzt.
Für den Großteil dieser Taxa gibt es bislang noch keinenachvollziehbaren Einschätzungen zur Erhaltungssituation,z. B. auf der Grundlage der IUCN Red Data List. Außerdem hat sich der Kenntnisstand bezüglich der Taxonomie/Systematik der Varanidae in den letzten Jahren erheblichgeändert. Diese Umstände sind auch bei der Nutzung unddem internationalen Handel mit Waranen im Rahmender Nachhaltigkeitsprüfung durch die verantwortlichenCITES-Behörden zu berücksichtigen.
Vor diesem Hintergrund laden wir Experten aus Forschungseinrichtungen,Museen, Zoos und Verbänden ein,sich über die fachlichen Grundlagen und angewandtenAspekte des Handels mit Waranen in Deutschland auszutauschenund Vorschläge zu erarbeiten, wie die nachhaltige,naturverträgliche Nutzung dieser Tiergruppe unterbesonderer Berücksichtigung Deutschlands und der EUsichergestellt und weiterentwickelt werden kann.

Beschlagnahmter Papuawaran München (Varanus salvadorii) (Photo: Mark Auliya)