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Die Fundación Puntos Verdes

 

Die "Fundación Ecológica para la Protección de los Puntos Verdes del Ecuador" (Ökologische Vereinigung zum Schutz der Grünen Punkte von Ecuador), kurz Fundación Puntos Verdes genannt, ist eine kleine, gemeinnützige Organisation, die Naturschutz und Entwicklungshilfe verbindet.

Das Problem:

Die artenreichen Bergwälder am Andenwesthang Ecuadors sind bereits zu etwa 90 % vernichtet. Durch Übernutzung (Viehzucht, Ackerbau, Holzausschlag) ist das Gelände stark degradiert und erodiert. Die verarmte Bevölkerung wandert in andere Gebiete aus oder rodet weitere Waldflächen.

Das Ziel:

Mit seiner Arbeit schützt der Verein Puntos Verdes verbliebene Reliktwälder, forstet degradierte Flächen wieder auf und verbessert damit die Lebensbedingungen der lokalen Landbevölkerung.

 

Tätigkeiten

 

  • Schutz der privaten Waldrelikte als Rückzugsgebiete für die Tier- und Pflanzenwelt
  • Wiederaufforstung von degradierten Flächen mit heimischen Baumarten (vermarktbar, schnellwachsend) aus eigener Baumschule
  • Erosionsschutz Þ Einsparung von Land Þ weniger Primärwald wird gerodet , Schatten für das Weidevieh Þ Verbesserung der Gesundheit des Viehs
  • Verbesserung der Bodenqualität durch Baumarten mit stickstoffbindenden Bakterien und Pilzen
  • fettere Weiden / verbesserte Futterqualität Þ verbesserte Milch- und Fleischqualität
  • Einkommensverbesserung der Landbevölkerung: Einsparung von Betriebsmitteln, verbesserte Milch- und Fleischerträge des Viehs, Holzverkauf (früher wurden die Bäume bei der Gewinnung von Neuland durch Brandrodung verbrannt)
  • Eindämmung des Raubbaus an Naturwäldern

Die Jungbäume werden preiswert an die Bauern verkauft, die diese besser pflegen als geschenkte Bäume, die als Almosen betrachtet werden und eingehen. Andererseits werden die Bauern angeleitet, selbst Baumschulen anzulegen. Hilfe zur Selbsthilfe!

 

Förderung des Ökologischen Landbaus auf Familienbasis

  • Mischkulturen (Obst, Gemüse)
  • hangparalleler Anbau (schützt vor Hangrutschungen)
  • Kompost-Gewinnung Þ sonst weggeworfener organischer Abfall wird als Dünger genutzt.
  • Erosionsschutz
  • Einkommensverbesserung: Obst- und Gemüseverkauf, Einsparen von Betriebsmitteln

 

Koordination des Abfallentsorgungsprogramms von Mindo

Neben der Kompostierung des organischen Mülls koordiniert Puntos Verdes die Mülltrennung in Mindo.

 

Umwelterziehung in Theorie und Praxis

  • Information der Landbevölkerung über die Bedrohung ihres Lebensraumes (z.B. Brandrodung)
  • Vorstellen nachhaltiger Bewirtschaftungsformen (Bauern, Holzhändler, Schreiner u. Zimmermänner und deren Familien), die zudem das Einkommen erhöhen
  • Beginn bereits bei Kindern (incl. Praxisarbeit: z.B. Anlage von Schulgärten, Ausflüge)
  • Miteinbeziehen von Entscheidungsträgern (Politiker, Lehrer etc.)
  • Nutzung der Erfahrung der Alten

Um mehr Leute erreichen zu können, wurde ein "Ökologisch-kulturellen Zentrums" (Centro Cultural Ecológica) gebaut, wo interessierte Gäste beherbergt oder Tagungen und Kurse abgehalten werden können.

 

Forschung

Erforschung des Ökosystems Tropischer Bergnebelwald und seiner Biodiversität. Hierbei geht es besonders um die Rolle der Vögel als Blütenbestäuber und Samenverbreiter, vor allem bei holzwirtschaftlich wichtigen Arten. Die Erforschung ist grundlegend für ein besseres Verstehen des Funktionierens des komplexen Lebensraumes. Weiterhin kann den Menschen gezeigt werden, wie Nahrungsketten, ökologische Schädlingsbekämpfung, Beziehungen Tier - Pflanze funktionieren, und ihnen direkt vor Augen geführt werden, wie wichtig alle Organismen für ein gesundes Überleben und Wirtschaften des Menschen sind.

Wir arbeiten u.a. mit der Universität Católica in Ecuador, der Universität Ulm in Deutschland und dem Insitut für Biodiversität – Netzwerk e.V. ibn zusammen. Volontäre, die in der Forschung oder anderen Bereichen mitarbeiten möchten, sind herzlich willkommen.

Durch die Verknüpfung dieser Arbeiten erreichen wir, dass die Landbevölkerung durch die ökologischen, nachhaltigen Bewirtschaftungsmethoden langfristig ein höheres Einkommen erzielt, was der Landflucht und dem Raubbau an der Natur Einhalt gebietet.

 

Aktuelles

Viele Waldgebiete (auch geschützte), die Exitenzgrundlage vieler Dorfgemeinschaften und die Projektarbeit von „Puntos Verdes“ sind durch den Bau einer Erdöl-Pipeline bedroht. Der Bau ist von der ecuadorianischen Regierung gebilligt. Da in unmittelbarer Nähe schon eine andere Trasse verläuft, die genutzt werden könnte, wäre dieser Bau nicht notwendig. Vielmehr erscheint die neue Routenführung wesentlich gefährlicher, da sie an aktiven Vulkanen und über seismisch aktives Gebiet verläuft. Finanziert wird dieses umstrittene Pipeline-Projekt durch einen Hotspot der globalen Diversität hauptsächlich von der Westdeutschen Landesbank.

 

Praktika

In den verschiedenen Projekten ist es möglich als Volontär mitzuarbeiten. Nähere Informationen oder Anmeldung unter puntosverdes(at)biodiv.de.

 

Tourismus

Sie können uns in Ecuador natürlich auch als Tourist auf unserer Finca Mindo Lindo besuchen kommen, und sich von fachkundigen Führern die Naturschönheiten zeigen lassen.

 

Organisatorisches

Dr. Heike (Biologin aus Bonn) Brieschke de Peñafiel und Pedro Peñafiel (ecuadorianischer Zimmermann und Umweltschützer) leisten die Hauptarbeit an der Basis, während die anderen Mitglieder bei Kontakten in der Hauptstadt Quito helfen und unsere Partnerorganisationen uns in anderen Ländern unterstützen.

Im Gegensatz zu den meisten Organisationen Ecuadors, die teure Büroräume in der Hauptstadt Quito besitzen, haben wir unseren Sitz auf dem Land (ca. 90 km nordwestlich von Quito im Nordwesten der Provinz Pichincha). So besteht ein besserer Kontakt zu den Zielgruppen, den Bauern, ihren Familien, den Schulen und den ländlichen Verwaltungseinheiten. Wir, Pedro und Heike, betreiben selbst einen kleinen Bauernhof (die Finca Mindo Lindo, auf 1650 m Höhe), sind also mit den Problemen und Bedürfnissen der Landbevölkerung bestens vertraut. Unsere Finca, die nach ökologischen nachhaltigen Methoden bewirtschaftet wird, dient als Modellbauernhof für andere Landwirte. Bauern und ihre Familien werden effizient beraten, indem ihnen die praktischen Aspekte direkt vor Augen geführt werden. Zur Zeit arbeiten wir mit einigen Bauern in der Provinz Pichincha zusammen, die vor allem Viehzucht, Holzausschlag, Ackerbau und Fruchtanbau betreiben. Interesse haben aber wesentlich mehr Landwirte, die bis jetzt aus finanziellen Gründen nicht betreut werden können.

 

Geographische Lage

Die Region, in der die Fundación tätig ist, reicht vom insbesondere für Fruchtanbau genutzten Küstentiefland um La Independencia (300 m ü.NN; natürliche Vegetation: Tieflandregenwald) über die Viehzucht- und Holzausschlagregion um Nanegalito (1500 m ü.NN; natürliche Vegetation: Nebelwald) bis hin zu den ackerbaulich genutzten Gebieten um Calacalí (2450 m ü.NN; natürliche Vegetation: Subpáramo). In diesen Gebieten existieren nur noch Relikte der verschiedenen Waldformationen, in denen weiter unter nichtnachhaltigen Bedingungen Holzausschlag betrieben wird. Die ackerbaulich und viehwirtschaftlich genutzten Gebiete sind durch Übernutzung und Erosion degradiert.

 

Finanzierung

Die Finanzierung stützt sich hauptsächlich auf die Mitgliedsbeiträge, geringe private Mittel und das unentgeltliche Engagement der Mitglieder und Partnerorganisationen (VCP, Faszination Regenwald und ibn). Ohne finanzielle Hilfe von außen kann die bisher erfolgreiche Arbeit kaum fortgeführt und schon gar nicht ausgeweitet werden. Daher ist die Fundación immer auf Unterstützung angewiesen.

Bisher erhielten wir einige kleine Zuschüsse von z.B. der Deutschen Botschaft in Quito, der Hanns-Seidel-Stiftung, der Gesellschaft für Tropenornithologie und der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft.

Schon kleinste Beiträge können viel bewirken, z.B.:

 

  • 1,-   EUR   Kauf von 100 Pflanztüten, die für das Anziehen von Bäumchen zur Wiederaufforstung in den Baumschulen benötigt werden
  • 2,-   EUR   Verpflegungskosten für einen Schüler an einem Tag mit praktischem Umweltunterricht
  • 20,- EUR   monatliche Spritkosten für den Motorroller, damit wir die Bauern und Schulen besuchen können
  • 50,- EUR    Kosten für 1 Rolle Stacheldraht. Mit 2 1/2 Rollen kann man 1 ha aufgeforstete Weide vor Viehverbiss schützen

Über jede Spende, ob klein oder groß, freuen wir uns sehr. Um unnötig teure Bankgebühren für Auslandüberweisungen zu vermeiden können Sie uns Spenden innerhalb Deutschlands über das Institut für Biodversität – Netzwerk e.V. ibn zukommen lassen. Die Spenden werden von ibn direkt und ohne jegliche Kosten an uns weitergeleitet.

Bankverbindung :                   

Kennwort: Puntos Verdes

BLZ: 750 905 00

Kto 452823

Wir bedanken uns ganz herzlich !

 

Kontakt:

Wenn Sie weitere Fragen zu unserem Projekt haben oder mit uns in Kontakt treten möchten; wir freuen uns über Ihr Interesse, jede Hilfe oder Anregungen.

In Deutschland wird Puntos Verdes durch den Verein Faszination Regenwald e.V., VCP und das Insitut für Biodiversität – Netzwerk e.V. ibn (puntosverdes(at)biodiv.de)unterstützt.

 

Partner / Kooperationen:

Ohne finanzielle Hilfe von außen kann die erfolgreiche Arbeit von Puntos Verdes nicht fortgeführt und schon gar nicht ausgeweitet werden. Daher wird Puntos Verdes vom VCP Nds., Faszination Regenwald e.V. und dem Institut für Biodiversität – Netzwerk e.V. (ibn) unterstützt. Mit Vorträgen, Workshops, Ausstellungen, Spendensammlungen, Internetbeiträgen und Publikationen zum Projekt Puntos Verdes möchten VCP Nds. Faszination Regenwald e.V. und ibn in Deutschland über Bergregenwälder und die Arbeit von Puntos Verdes informieren, um das Verständnis für ökologische Zusammenhänge und globale Umweltverantwortung zu fördern.

Die drei Partner haben sich zu einem deutschen Netzwerk zusammengeschlossen, welches nicht nur in Deutschland Öffentlichkeitsarbeit betreibt und Spendengelder sammelt, sondern auch direkt bei der Arbeit vor Ort hilft (z.B. durch Voluntärvermittlung, Erstellung von Konzepten zur Umwelterziehung, Bereitstellung von Materialien usw.) und durch die Bereitstellung eines Emailverteiler (puntosverdes(at)biodiv.de) und den Austausch zwischen Umweltarbeit in Ecuador und Deutschland fördert – den Umweltschutz ist eine globale Aufgabe. Zur Unterstützung dieser Gemeinschaftsarbeit in den nächsten Jahren – wurde das Netzwerkprojekt im Sommmer 2002 bei der Aktion „Leben braucht Vielfalt“ angemeldet.

 



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