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Workshopserie zu aktuellen Themen der Umsetzung von Natura 2000

Forschungs- und Entwicklungsvorhaben des Bundesamtes für Naturschutz „Workshops zu aktuellen Themen der Umsetzung von Natura 2000“; FKZ 3509 80 1000

 

Hintergrund

Deutschland als Vertragsstaat des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD) und Mitglied der EU hat sich zum Schutz der Biodiversität verpflichtet. Wichtige Instrumente der Umsetzung der CBD sind das europaweite Schutzgebietssystem Natura 2000, das auf der Vogelschutz-Richtlinie und der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie beruht, sowie die Nationale Strategie zur Biologischen Vielfalt der Bundesregierung. In Deutschland sind insbesondere die Behörden der Bundesländer mit der Umsetzung betraut. Um diese Umsetzung nach erfolgter Meldung der Natura 2000 Gebiete zu erleichtern und fachlich zu begleiten, soll eine Reihe von drei Workshops den Fachdialog zu konkreten Themen der Implementierung zwischen Behördenvertretern und Experten aus anderen mit der Umsetzung befassten Institutionen ermöglichen. Diese drei Workshops sollen gestaffelt in den Jahren 2009 bis 2011 stattfinden.

 

Ziel

Ein Teilnehmerkreis von jeweils bis 35 Personen, wird unterstützt von einleitenden Fachreferaten, aktuelle Fragen der Umsetzung von Natura 2000 diskutieren. Die aus dem Erfahrungsaustausch entstandenen Lösungskonzepte werden dokumentiert und zugänglich gemacht.

 

Workshops

1. Workshop „30 Jahre Vogelschutzrichtlinie“ 5/6. November 2009 in Bonn

Seit nunmehr 30 Jahren ist die Vogelschutzrichtlinie (79/409/EWG) in Kraft. Sie regelt den Schutz, die Nutzung und die Bewirtschaftung aller im europäischen Gebiet der Mitgliedstaaten natürlicherweise vorkommenden Vogelarten. Mit der Vogelschutzrichtlinie haben sich die Mitgliedstaaten den Erhalt dieser Vogelarten sowie die Gewährleistung eines für deren langfristiges Überleben ausreichenden Bestandes zum Ziel gesetzt. Dieser Workshop soll den Werdegang der Richtlinie und aktuelle (europäische) Entwicklungen im Zusammenhang mit der Umsetzung der Vogelschutzrichtlinie beleuchten. Darüber hinaus sollen Erfahrungen vorgestellt und diskutiert werden, welche die Ermittlung des Erhaltungszustandes der Vogelarten betreffen. Die Durchführung bestimmter Managementmaßnahmen, sowie deren Anpassung an Auswirkungen des Klimawandels sollen ebenfalls beispielhaft besprochen werden. Als Grundlage zur Ermittlung der Veränderungen der Vogelbestände werden verschiedene Konzepte des Vogelmonitorings vorgestellt.

Programmflyer (PDF, 82 kB)

 

2. Workshop „Klimawandel und Natur 2000” 3. bis 7. Mai 2010 INA Insel Vilm

Nach der europaweiten Etablierung des Schutzgebietsnetzwerkes Natura 2000, wird nun intensiv an den Managmentplänen gearbeitet. Vor diesem Hintergrund möchte sich der Workshop "Natura 2000 and climate change" mit der Frage befassen, welche zusätzlichen Herausforderungen auf das Schutzgebietsnetzwerk Natura 2000 durch den immer deutlicher auftretenden Klimawandel in Europa zukommen. Beiträge von internationalen Experten sollen einen Einblick ermöglichen, welche Konsequenzen der Klimawandel für Schutzgebiete hat und wie anfällig sie für Veränderungen sind. Beispiele aus verschiedenen europäischen Regionen sollen zeigen, welche Möglichkeiten und Managmentoptionen zur Anpassung an den Klimawandel bestehen, mit Focus auf der Errichtung eines kohärenten Korridorverbundsystems und einer optimierten Vernetzung von Schutzgebieten mit den umgebenen Landschaftsbereichen. Das Potential von intakten Ökosystemen als Kohlenstoffsenken in Schutzgebieten wird ebenso thematisiert.

Der Workshop möchte eine Austauschplattform schaffen zwischen Wissenschaftlern und dem Schutzgebietsmanagment, das sich in naher Zukunft den Herausforderungen durch den Klimawandel europaweit stellen muss.

Programmflyer (PDF, 43 kB)

Reiseinformationen (PDF, 180 kB)

 

3. Workshop „ Thema noch offen“ Mai 2011 INA Insel Vilm

 

Anmeldung

Anmeldung erfolgt über die Geschäftsstelle des ibn in Regensburg, Dr. Cornelia Paulsch. Reise- und Verpflegungskosten sind von den Teilnehmern selbst zu tragen, eine Tagungsgebühr fällt nicht an.

 

 



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