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Ausgewählte Projekte


Workshopserie zu aktuellen Themen der Umsetzung von Natura 2000

In der Workshopserie des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) sollen aktuelle Fragen der Umsetzung von Natura 2000 diskutieren werden. Zwischen 2009 und 2011 wird jährlich ein Workshop zu Natura 2000 stattfinden.

Multiplikatorenschulung zum Übereinkommen über die Biologische Vielfalt (CBD) zur Optimierung von Wissenschafts- und Umweltkommunikation

Hauptziel der Multiplikatorenschulung ist es, zur verbesserten Umsetzung der CBD auf der Basis relevanter wissenschaftlicher Ergebnisse beizutragen. Dazu ist es nötig, die Kommunikation an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und CBD zu optimieren. Das Projekt will Wissenschaftlern eine effektive Fortbildungsmöglichkeit dahingehend geben, sich stärker mit den Themen und Aufgaben der CBD vertraut zu machen und gleichzeitig ihre umsetzungsrelevanten Ergebnisse für Entscheidungsprozesse nutzbar vorzulegen. Als Teil der Fortbildung werden im Jahr 2010 zwei CBD-Akademien angeboten. Das Projekt wird gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU).

Erhaltung und Restaurierung wertvoller Habitate im Nationalpark Pieniny als Modell für Großschutzgebiete in der Slowakei

Im Rahmen des Projekts wird Habitatschutz im Gebiet des Nationalparkes Pieniny in der Form von Kooperationen und Erhöhung des Umweltbewusstseins lokaler Nutzer/Bewirtschafter und Eigentümer von landwirtschaftlichen und forstwirtschaftlichen Flächen initiiert. Das Projekt soll dabei als Modell für Großschutzgebiete in der ganzen Slowakei dienen.
Durch die Informationsvermittlung in Form von Informationsbroschüren, Workshops und Beratung werden die Eigentümer, Nutzer/Bewirtschafter über den Managementbedarf bei wertvollen Biotopen, sowie über die ökonomischen, ökologischen und sozialverträglichen Bewirtschaftungsmethoden informiert. Die Revitalisierung bedrohter Wiesenbiotope ermöglicht ihre weitere naturnahe Bewirtschaftung (Mähen, Beweiden). Damit wird auch die lokale Wirtschaft gefördert und die Erhaltung des ursprünglichen Landschaftsbildes gesichert. Außerdem führt die Revitalisierung dazu, dass die bearbeiteten Flächen für ein landwirtschaftliches Förderprogramm in Frage kommen können. Das Projekt liefert somit Motivation zur weiteren Nutzung der Flächen unter veränderten Bedingungen.

Das SeKT Verbundprojekt: Definition von Referenzbedingungen, Kontrollsedimenten und Toxizitätsschwellenwerten für limnische Sedimentkontakttests

Vor dem Hintergrund der Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie besteht derzeit ein großer Forschungs- und Entwicklungsbedarf hinsichtlich der Anwendung von Kontakttests zum Nachweis des ökotoxikologischen Schädigungspotenzials von Sedimenten: Während die bisherigen In vitro-Biotestverfahren die tatsächliche Bioverfügbarkeit von Schadstoffen nur unzureichend berücksichtigen, besitzen Sedimentkontakttests höchste Relevanz für das Ökosystem, da sie realistische Expositionsszenarien simulieren. Das SeKT-Verbundprojekt (SedimentKontaktTests) wurde mit dem Ziel initiiert, kürzlich entwickelte Sedimentkontakttests zu vergleichen. Insbesondere Definitionen von Referenzbedingungen, Kontrollsedimenten und Toxizitätsschwellenwerten für limnische Sedimentkontakttests sollen erarbeitet werden.

Das Projekt wurde erfolgreich abgeschlossen. Die Ergebnisse wurden auf internationalen Tagungen präsentiert, zur Publikation bei internationalen Fachzeitschriften eingereicht bzw. werden im Moment für die Publikation vorbereitet. Siehe auch SeKT-Homepage.

 

 

Freisetzungsbegleitende Sicherheitsforschung transgener (Diabrotica resistenter) Maissorten mit neuen Bt-Genen: Entwicklung und Validierung von Monitoringmethoden (SiTraMaisBt)

Die Untersuchung von Wirkungen schädlingsresistenter GVPs (gentechnisch veränderte Pflanzen), auf Nichtzielorganismen spielt für eine freisetzungs-begleitende Sicherheitsforschung von gentechnisch veränderten Pflanzen eine bedeutende Rolle. Im Rahmen des Verbundprojekts "Freisetzungsbegleitende Sicherheitsforschung transgener Maissorten mit neuen Bt-Genen: Entwicklung und Validierung von Monitoringmethoden" soll deshalb in diesem Vorhaben, exemplarisch an der Diabrotica resistenten Maissorte Mon88017, ein Biotest-verfahren mit Nematoden zum Nachweis der Wirkung und Bioverfügbarkeit von Bt-Toxinen validiert werden.

Das Projekt wurde erfolgreich abgeschlossen. Die Ergebnisse wurden auf internationalen Tagungen präsentiert und werden im Moment für Publikationen bei internationalen Fachzeitschriften vorbereitet (siehe auch www.biosicherheit.de).

 

Umweltkommunikation in Schulen und Gemeinden der Region Untere Morava, Slowakei

Das von der DBU geförderte Projekt soll die Zusammenarbeit zwischen Hauptschulen und Gemeinden in der Region der unteren Morava stärken und zur Erweiterung des Umweltbewusstseins der Schüler und der Bevölkerung gegenüber ihrer Heimatregion beitragen. Durch die Einbindung der Schüler in verschiedene praktische Aktivitäten will das Projekt eine Verbesserung der Umweltsituation in der Umgebung der Schulen und der Siedlungen erreichen und einen langfristigen Dialog zwischen den Bürgermeistern, Gemeindeverwaltungen, anderen lokalen Interessenvertretern und den Schulen etablieren. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit der slowakischen Organisation DAPHNE ausgeführt.

 

Aktion Zwerggans

Die Zwerggans (Anser erythropus) gehört zu den am meisten gefährdeten Gänsearten der Welt. Ihr Bestand wird gegenwärtig weltweit auf maximal 30.000 Vögel geschätzt. In den skandinavischen Ländern liegt der Bestand aktuellen Schätzungen zufolge maximal nur noch bei rund 50 Tieren, darunter 10 bis 15 Brutpaare - zu wenig um den Bestand der Art zu sichern. Das ibn will mit der "Aktion Zwerggans" helfen, die Zwerggans zu erhalten und das Aussterben der Art in Skandinavien zu verhindern. Ziel ist es, der Zwerggans sichere Zugrouten in ein geschütztes Überwinterungsgebiet zu zeigen. Als "Gänsemutter" sollen dabei Ultraleichtflugzeuge dienen. Sie werden den jungen Gänsen beim ersten Flug vom Brutgebiet ins Winterquartier als "Leitvogel" voranfliegen.

 

Technologietransfer über den Clearing-House Mechanismus (CHM)

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat aus Mittel des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) im Rahmen eines Forschungs- und Entwicklungsvorhabens eine Studie zum "Technologie-Transfer über den Clearing-House Mechanismus" in Deutschland beim Institut für Biodiversität - Netzwerk e.V. (ibn) in Auftrag gegeben. Diese Studie sollte zunächst darstellen, welche Akteure in Deutschland am Transfer biodiversitäts-relevanter Technologien beteiligt sind, welche Strategien und Instrumente dabei verwendet werden und somit eine Übersicht über die Situation des TT in Deutschland erarbeiten. Darüber hinaus sollten Konzepte entwickelt werden, wie die Rolle des deutschen CHM bezüglich des Technologie-Transfers (TT) zur Erfüllung verschiedener Anforderungen ausgestaltet werden kann, welche Perspektiven und Potenziale bestehen und welche Bereiche abgedeckt werden können.

 

Artenschutz- und Hilfsprogramme der Bundesländer - Teil Flora

Ermittlung des aktuellen Sachstandes bei den zuständigen Fachbehörden der Bundesländer und Darstellung der Ergebnisse für "Daten zur Natur" 2004 Für die Neuauflage der Daten zur Natur des Bundesamts für Naturschutz wurde der aktuelle Stand der Artenschutz- und Hilfsprogramme für Pflanzen der Bundesländer durch eine direkte Befragung der zuständigen Fachbehörden der Bundesländer neu erhoben. Die Befragung bezog sich dabei auf alle taxonomischen Gruppen von Pflanzen. Die Ergebnisse der Befragung wurden zusammengeführt, statistisch und graphisch ausgewertet und bewertet. Die Darstellung der Ergebnisse erfolgte unter Berücksichtigung des für die "Daten zur Natur 2004" vom BfN vorgegebenen inhaltlichen und formalen Rahmens in laufender Abstimmung mit dem BfN. Die Daten zur Natur 2004 sind erschienen und können über den Schriftenvertrieb des BfN (www.bfn.de) bezogen werden.

 

ProBenefit - Prozessorientierte Entwicklung eines Modells zum gerechten Vorteilsausgleich (benefit-sharing) für die Nutzung biologischer Ressourcen im Amazonastiefland Ecuadors

Ziel von ProBenefit ist es, im Einklang mit den Prinzipien der CBD ein geeignetes Verfahren für einen gerechten Vorteilsausgleich für die Nutzung biologischer Ressourcen und des damit verbundenen traditionellen Wissens zu entwickeln. Dazu werden die Projektpartner gemeinsam mit der ecuadorianischen Regierung, den lokalen Indianerorganisationen und anderen relevanten gesellschaftlichen Gruppen sowie mit interessierten Nicht-regierungsorganisationen (NGOs) neue Modelle für eine nachhaltige Nutzung von Biodiversität im ecuadorianischen Amazonastiefland erforschen. Die Finanzierung des Projekts erfolgt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) der Bundesrepublik Deutschland im Rahmen des Programmes "Biosphärenforschung - integrative und anwendungs-orientierte Modellprojekte" - BioTeam.

 

Analyse der Artenschutzprogramme für Pflanzen in Deutschland

Vom 3.-5. Dezember 2001 führte das ibn im Auftrag des Bundesamts für Naturschutz (BfN) in den Räumlichkeiten des Bayerischen Landesamt für Umweltschutz in Augsburg eine zweitägige Fachtagung zum Thema "Analyse der Artenschutzprogramme für Pflanzen in Deutschland" durch.

 

Bewertung von Umweltwirkungen gentechnisch veränderter Organismen - Umsetzung des Biosafety-Protokolls

Durch die Ratifizierung der Konvention über die biologische Vielfalt (CBD) und des Protokolls zur biologischen Sicherheit (Biosafty-Protokoll) ergibt sich für die Bundesrepublik Deutschland die Verpflichtung zum Austausch von Informationen zur Bewertung von Umweltwirkungen von lebenden modifizierten Organismen (LMO) über den CleraingHouseMechanismus. Gleichzeitig werden mit der Umsetzung der Novelle der EU-Richtlinie 90/220/EWG in nationales Recht (voraussichtlich ab der zweiten Hälfte des Jahres 2002) verstärkt Anträge auf Inverkehrbringen von gentechnisch veränderten Organismen (GVO´s) erwartet.

 

Biodiversität - Symbolbegriff für einen Wandel im Selbstverständnis von Natur- und Umweltschutz

Als gemeinsame Veranstaltung des Bundesamtes für Naturschutz und der Universität Greifswald (Lehrstuhl für Umweltethik) fand vom 22. bis 25 Juli 2002 auf Vilm eine Sommerakademie statt, an welcher auch Vertreter des ibn teilnahmen. Das Ziel dieser Veranstaltung bestand darin, mit Kultur- und Naturwissenschaftlern sowie Philosophen und Historikern die Tragweite des Biodiversitätsansatzes für den Natur- und Umweltschutz zu analysieren. Als Ergebnis dieser Sommerakademie entstanden die "Vilmer Thesen zur Biodiversität".

 

Erstellung von Konzepten zur nachhaltigen Nutzung in ausgewählten Teilbereichen der biologischen Vielfalt

Aufbauend auf die Erfahrungen aus Deutschland mit der nachhaltigen Nutzung von Waldökosysteme, Bergökosysteme und Schutzgebiete, sollen die vorhandene sektorale Strategien bewertet und unter Zugrundelegen der Nachhaltigkeitsprinzipien des Ökosystemaren Ansatzes auf Synergien und widersprüchliche Effekte geprüft werden.

 

Berücksichtigung von Biodiversitätsaspekten bei Klimaschutzmaßnahmen

Ziel ist es, verschiedene Instrumente und Werkzeuge auf ihre Eignung zu überprüfen, um den Schutz der Biodiversität in die aktuell diskutierten internationalen und nationalen Klimaschutzmaßnahmen zu integrieren.

 

Puntos Verdes del Ecuador - Die grünen Punkte Ecuadors

Ein Projekt zum Schutz der verbliebenen Bergregenwälder am Andenwesthang in Ecuador, in Kooperation mit der ecuadorianischen Umweltschutzorganisation Puntos Verdes.

 



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