Das Jahrzehnt 2011 bis 2020 wurde von der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UNGA) zur UN-Dekade der Biodiversität (United Nations Decade of Biodiversity) erklärt. Damit folgt die UN einer Empfehlung der CBD (Convention on Biological Diversity), die auf ihrer 10. Vertragsstaatenkonferenz im Oktober 2010 in Nagoya/Japan diese Initiative angeregt hatte.
Der nahezu ungebremst fortschreitenden Rückgang der biologischen Vielfalt ist alarmierend, und das 2010-Ziel der CBD, den Verlust zumindest deutlich zu verlangsamen, wurde nach allgemeiner Auffassung verfehlt. Um eine breite Öffentlichkeit auf das Thema aufmeksam zu machen und für den dringenden Handlungsbedarf zu sensibilisieren, wurde schon 2010 als Internationales Jahr der Biodiversität (IYB International Year of Biodiversity) ausgerufen. Hieran schließt nun die UN-Dekade der Biodiversität an - um auf den globalen Biodiversitätsverlust aufmerksam zu machen und ihm entgegen zu wirken. Die UN-Dekade soll dazu beitragen, die globalen Biodiversitätsziele, die sich die Staatengemeinschaft über die CBD bis2020 gesetzt hat zu verwirklichen. Dazu sollen bis zur nächsten Vertragsstaatenkonferenz der CBD (COP 11. im Jahr 2012 in Indien) weltweit substantiell neue personelle, finanzielle und technische Ressourcen identifiziert und mobilisiert werden.
Die konzeptionelle Planung der UN-Dekade der Biodiversität ist noch im Aufbau begriffen. Die Koordination der weltweiten Aktivitäten der Dekade zur biologischen Vielfalt soll der Generalsekretär der Vereinten Nationen in Absprache mit den Mitgliedsstaaten übernehmen. Unterstützung erhält er vom Sekretariat der CBD und anderen biodiversitätsbezogenen UN-Konventionen sowie relevanten UN-Fonds, Programmen und Agenturen.
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