Malte Timpte

Malte Timpte arbeitet von Stockholm aus als freier Berater für Beteiligungsprozesse und Umweltpolitik. Sein Hauptinteresse gilt dabei internationalen umweltpolitischen Prozessen, insbesondere der Konvention über die biologische Vielfalt (CBD) und dem Weltbiodiversitätsrat IPBES (Intergovernmental Science-Policy Interface on Biodiversity and Ecosystem Services). Seit über 10 Jahren nimmt er als Bobachter an internationalen Verhandlungen teil, z.B. an IPBES Plenarsitzungen, CBD Vertragsstaatenkonferenzen oder den Klimaverhandlungen der UNFCCC. Aktuell befasst er sich besonders mit dem Entwicklungsprozess für einen neuen globalen Rahmen für biologische Vielfalt für die Zeit nach 2020.

Malte Timpte ist seit 2015 ibn Mitglied und war seit dem an zahlreichen ibn Projekten zur CBD und IPBES beteiligt, z.B. an einer Analyse des Strategischen Plans der CBD bis 2020 und den Aichi Biodiversitätszielen zur Entwicklung von Ideen für einen Rahmen nach 2020, einer Analyse der nationalen Biodiversitätsstrategie in Deutschland im Post-2020 Kontext sowie dem Aufbau von Kapazitäten für IPBES in Osteuropa und Zentralasien.

Malte Timpte hat in Bielefeld und Kopenhagen Politikwissenschaft studiert, bevor er an der Universität Roskilde in Dänemark ein interdisziplinäres Masterstudium in Technological and Socio-Economic Planning mit Fokus auf internationaler Umweltpolitik absolvierte. Schon während des Studiums befasste er sich mit internationalen Beteiligungsprozessen z.B. im Rahmen der 9. Vertragsstaatenkonferenz der Konventionen über die Biologische Vielfalt in Bonn (CBD COP9) oder bei der UN Klimakonferenz 2009 in Kopenhagen.   Als Projektmanager am Danish Board of Technologie in Kopenhagen, einem Thinktank für Bürgerbeteiligung und partizipative Prozesse, war er für das Projekt „World Wide Views on Biodiversity“ zuständig.  Das WWViews Projekt organisierte zusammen mit nationalen Partnern 34 Bürgerkonferenzen in 25 Ländern, bei denen die TeilnehmerInnen einen Tag lang Fragestellungen der internationalen Biodiversitätspolitik diskutierten. Im Rahmen der Begleitforschung ist hierzu der Sammelband „Governing Biodiversity through Democratic Deliberation“ (Hrsg. Rask/ Worthington) erschienen.  Nach seiner Zeit in Dänemark arbeitete Malte Timpte drei Jahre lang als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Museum für Naturkunde in Berlin in der Abteilung Wissenschaft in der Gesellschaft. Hier war er Teil des Projektteams des „Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung in Deutschland (NeFo)“. Für NeFo verfolgte Malte Timpte forschungspolitisch relevante Prozesse wie die Verhandlungen der CBD sowie der Intergovernmental Science-Policy Interface on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES). In diesem Kontext beteiligte er sich am Aufbau des IPBES Stakeholder Netzwerkes (ONet - Open-Ended Network of IPBES Stakeholders) und dem Biodiversity Science-Policy-Interface Network for early career scientists (BSPIN).

Lebenslauf auf LinkedIn:
https://de.linkedin.com/in/maltetimpte

Publikationen auf ResearchGate:

https://www.researchgate.net/profile/Malte_Timpte